Maines Wildcat

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Maine-Coon Geschichte und Standard


Die Maine-Coon-Katze, auch bekannt als amerikanische Waldkatze, ist eine Haus- und Gebrauchskatze (working cat), die die Bewohner von Maine in den USA 1985 mit dem Titel Nationalkatze bedachten. Die Maine Coon gehört zu den sogenannten Halblanghaarkatzen mittelschwerer Form. Da sie sehr anhänglich ist, wird die Maine Coon auch ‘Hundkatze’ genannt. Vor der Anerkennung als eigenständige Rasse wurde sie auch Gentle Giant (sanfter Riese), Maine Cat, Maine Shag, Coonies oder Shaggies genannt.

Verhalten

Maine Coon sind im allgemeinen intelligente und verspielte Tiere. Sie benutzen mit Vorliebe ihre vorderen Pfoten, was dazu führt, dass sie problemlos Türen und Wasserhähne öffnen und kleine Objekte aufnehmen können. Allerdings ist Vorsicht geboten: beim Spielen sind sie immer schneller als ihr Herrchen/Frauchen, Kratzwunden sind fast unvermeidbar. Auch gibt es Maine Coons, die reine Meisterdiebe sind; sie horten Gegenstände (Spielsachen, Kugelschreiber, Schlüsselbunde u. ä.) oft an bestimmten versteckten Plätzen. Viele Maine Coons nehmen ihr Futter mit der Pfote auf und fressen nicht direkt aus dem Futternapf. Sie spielen auch gerne mit, nicht jedoch im Wasser (was oft behauptet wird), so dass um den Wassernapf herum schon mal eine Überschwemmung stattfinden kann.

Ihre Stimme ist eher leise und hoch, eigentlich nicht der Größe der Tiere angepasst, dafür ist die Maine Coon aber sehr gesprächig, sie maunzt und gurrt den ganzen Tag, ob in Gesellschaft von Menschen oder ihren Artgenossen. Mit dieser Stimme kann sie aber ganz gezielt auf ihre Wünsche aufmerksam machen, wie zum Beispiel apportieren, was vielen offensichtlich großen Spaß bereitet.

Maine-Coon Geschichte

Der Schneewittchenschlaf der Shaggies dauerte bis in die frühen 1950er Jahre. Alta Smith und Ruby Dyer gründeten den ‘Central Maine Cat Club’ und organisierten eine Kombination aus Foto- und Katzenausstellung. Damit die Maine Coon als Rassekatze wieder anerkannt werden konnten, begannen Liebhaber und Züchter mit einem ‘Show-In’, d. h. auf jeder Katzenshow wurden Maine Coons gezeigt. Es dauerte bis zum 1. Mai 1976, bis auch der letzte große amerikanische Dachverband die Maine Coon als vollwertige Rassekatze anerkannte.

Da zu diesem Zeitpunkt keine Zuchtkatzen der Rasse verfügbar waren, wurden sog. Foundation-Tiere, sozusagen vom Bauernhof geholte Katzen, als Grundstock herangezogen. Die ersten bekannten Züchter etablierten sich Ende der 1960er, Anfang der 70er Jahre. Zu ihnen gehörten Mary M. Condit (Heidi-Ho), Sonya Stanislow (Tati-Tan) und Ethelyn Whittemore (Whittemore). Aus ihren Zuchten gingen die bis heute als ‘Top 5’ bekannten Tiere hervor, die in fast keinem Stammbaum einer klassisch gezüchteten Maine Coon fehlen:

1. Andy Katt of Heidi-Ho: etwa 20%
2. Bridget Katt of Heidi-Ho: etwa 20%
3. Dauphin de France of Tati-Tan: etwa 15%
4. Tatiana of Tati-Tan: etwa 8%
5. Whittemore Smokie Joe: etwa 7%


Tolle ‘alte’ photos gibts hier:

http://pawpeds.com/MCO/ancestors/ancestors1.html
http://pawpeds.com/MCO/ancestors/ancestors2.html
http://www.fogcitycat.com/ancestors2.html

Es wird geschaetzt, das das genetische makeup des heutigen Maine Coon Stammbaums, wenn zu den ‘Foundations’ zurückgerechnet, etwa folgende Ahnen beinhaltet:

70% - top 5 cats, 55% - top 3 cats, 40% - top 2 cats, 35% clones.

Was ist eine Foundatiuon cat? Die originalkatze die in einem Stammbaum auftaucht. Der Vater und die Mutter der Foundation Cat ist unbekannt, man nahm aber (einfach) an das keine Foundation cat mit einer anderen Foundation cat verwant ist und somit ein einzigartiges genetisches makeup geboten hat.

Was ist ein Clone? In den spaeten 70ern und fruehen 80ern Haben Heidi Ho’s Sonkey Bill und Tanstaafl Polly Adeline 17 Zuchtkatzen hervorgebracht, die voellig gleich aussahen, also wie ‘geklont’. Also bezieht sie die Terminlogie ‘Clone’ auf Toechter und Soehne von Sonkey und Polly. Die clones hat man immer wieder und wieder verpaart, weil ihre Nachkommen gross waren, und gute Qualitaet ‘show katzen’ hervorbrachten. Manche Zuechter haben eine Menge ‘Linienzucht’ mit ihnen und ihren Nachkommen betrieben. Als Konsequenz haben viele Coonie Stammbaeume heute etwa 35% Clones!

Nach den beruehmten ‘ersten fuenf’ wird es schwieriger die anderen Katzen und deren auftauchen im Stammbaum zu bestimmen. Ein durchschnittlicher Stammbaum der 90er der auf Foundation cats zurueckgeht, beinhaltet etwa:

• 65-70% der top five cats
• 50-55% der top three cats
• 35-40% der top two cats
• 30-35% Clones

Einige der ersten Maine Coon Catteries:

• Abnaki - Liz Bicknell
• Havenwood - Patricia McIntire
• Heidi Ho - Connie Condit
• Highmeadow and Kent - Diane Ziessow
• Illya - George Andre
• Jo Stad - Rod & Betty Ljostad
• Le Beau Minu/Mountview - Carol & Tom Pedley
• Mor-Ace - Anthony Morace
• Norwynde - Lillias Vanderhoff
• Quan Yin - Cynthia Wilson
• Sundar - Phyllis Voth
• Tanstaafl - Beth Hicks
• Tati-Tan - Sonya Stanislow
• War-Tell - Florence Wartell
• Whittemore - Ethelyn Whittemore
• Woods End/Woodriver - Diane Reynolds
• Yankee Cats - Judith Ansell

Da in der Maine-Coon-Zucht Krankheiten nicht ausgeblieben sind, versuchen moderne Züchter durch einen Rückgriff auf heutige Foundation-Tiere den Genpool wieder zu erweitern. Insoweit sind in heutigen Stammbäumen die Top 5 nicht immer vertreten

Legenden

Um den Ursprung der Maine Coon ranken sich manche Geschichten und Mythen. Das Aussehen der frühen Maine-Katzen erinnerte die Einwohner der Neu-England-Staaten stark an einen Waschbären (engl. coon oder racoon). Die Katze zirpt sogar wie ein junger Waschbär. So entstand die Geschichte, dass die Shaggie aus der Verpaarung Katze mit Waschbär hervorgegangen sein soll, was aber biologisch gesehen unmöglich ist.

Romantiker erzählen die Geschichte von Captain Samuel Clought und der Königin Marie Antoinette. Clought wollte die Königsfamilie mit ihrem Hab und Gut aus Frankreich nach Wiscasset, Maine, schmuggeln. Sein Schiff wurde mit Teilen des Hausrates und den sechs angeblich weißen Angorakatzen der Königin beladen. Als die Königsfamilie gefangen genommen wurde, fürchtete Clought um seinen Kopf, segelte los und brachte so die Katzen nach Amerika. Diese sollen dann den Grundstock für die Maine Coon gestellt haben.

Eine andere Geschichte handelt von einem Kapitän Thomas Coon, der als Handelskapitän die Neuengland-Staaten bereiste. Wenn der Kapitän von Bord ging, so folgten ihm seine langhaarigen Schiffskatzen. Während er Handel trieb, freundeten sich seine Katzen mit den Hafenkatzen an. Und wenn nach neun Wochen wieder irgendwo eine langhaarige Katze in einem Wurf lag, so lautete der Kommentar: „Wieder eine Coon-Katze!“

Vermutlich ist die Maine Coon durch natürliche Selektion aufgrund der sehr kalten, harschen Winter in Neuengland entstanden, in denen nur die stärksten, größten und an den Winter am besten angepassten Katzen überleben konnten.

Eine andere Theorie aber geht davon aus, dass es sich bei den Maine-Coon-Katzen um Nachkommen von Norwegischen Waldkatzen handelt, die um das Jahr 1000 n. Chr. mit dem Wikinger Leif Eriksson als Schiffskatzen nach Neuengland gelangt waren und sich dort vermehrten. Die beiden Rassen sind sich in der Tat sehr ähnlich.

Rassestandard Maine Coon

Die Maine Coon ist eine Halblanghaarkatze mittleren nichteuropäischen Typs und ist durch ihre beträchtliche Größe, Knochenstruktur, rechteckige Erscheinung und das wehende Fell ausgezeichnet. Viele Farbkombinationen sind erlaubt, aber „Farbe“ ist von weit geringerer Bedeutung als Typ, Größe und Fellqualität. Die Maine Coon entwickelte sich aus einer arbeitenden Hauskatze in ländlicher Umgebung. Diese Rolle spiegelt sich wider in einer muskulösen Katze in einer robusten Freigänger-Erscheinung mit einem charakteristischen wetterfesten Fell und dem Verhalten eines wachsamen, fähigen Jägers.

Körperteil Beschreibung

Kopf Mittlere Länge, der Nasenrücken ist gleichweit von der Ohrlinie und der Nasenspitze entfernt, mit einer geringfügig kleineren Breite als die Länge des Kopfes. Größere Breite und Hängebacken ((Unter)Kiefer, Wange, Backe) sollten bei erwachsenen Katern toleriert werden.
Die Schnauze sollte rechteckig sein mit einem festen Kinn: Kinn, Oberlippe und Nasenspiegel sollten eine senkrechte Linie bilden. Die Wangen fast voll mit hohen Backenknochen. Biss eben.
Nase gleichmäßig breit mit einer sanften konkaven Krümmung am Nasenrücken, wenn von der Seite betrachtet und ohne scharfe Unterbrechung oder Stopp.

Ohren Große, hohe Ohren, weit auseinander, breit an der Basis und mäßig spitz zulaufend.
Augen Voll und rund, weit auseinander gesetzt, leicht schräg nach innen zulaufend (eulenhaft, nicht asiatisch). Farben Grün, Gold und Kupfer. Fell- und Augenfarbe sind voneinander unabhängig. Zweifarbige oder blaue Augen sind bei weißen Katzen erlaubt.

Körper und Nacken Körper von großer bis mittlerer Größe, massiv und muskulös mit breiter Brust. Langer gerader Rücken mit dazu entsprechenden Gliedmaßen um die charakteristische rechteckige Erscheinung zu bilden; rechteckiger Rumpf. Nacken von mittlerer Länge; besonders breit und muskulös bei erwachsenen Katern.

Beine und Pfoten Kräftige Beine mit großen runden Pfoten; Zehen eng getragen, fünf vorne, vier hinten.

Schwanz Lang, mindestens so lange wie der Rücken. Haare am Schwanz lang, üppig und herabhängend, nicht buschig. Die Schwanzhaare dürfen nie gebürstet werden, da sie sonst ausfallen und fast 1 Jahr zum Nachwachsen brauchen. Bei Bedarf den Schwanz nur ausschütteln wie ein Staubtuch.

Fell Wasserdicht und sich nahezu selbst pflegend, bestehend aus Unterwolle die von einem kräftigen, glänzenden Deckhaar bedeckt wird. Fell am Kopf, Nacken und Schultern kurz, an den Flanken herunter und an den Beinen länger. Im Winter großer Halskragen, im Sommer das spärlichere Sommerfell. Die vordere Halskrause beginnt am Ohransatz; bei Katern stärker als bei Kätzinnen. Die Ohren befedert und vorzugsweise mit Büscheln an den Spitzen; die Haare in den Ohren sollten über die äußeren Ränder der Ohren hinausragen. Die Pfoten zwischen den Zehen mit langen Haarbüscheln, die wie Schnneeschuhe fungieren.

Fellfarbe Heute gibt es die Maine Coon in allen Farben: Weiß, schwarz, silber, rot, creme, blau, gescheckt, schildpatt, tabby (classic oder mackerel), smoke. Siam- und Burmazeichnung kennt man bei ihr, war aber nicht erwünscht. Beliebt ist aber auch heute noch die klassische Tabby-Zeichnung, die häufig mit Weiß an Brust, Bauch und Pfoten gepaart ist. Alle Tabby-Katzen haben eine "M"-Zeichnung auf der Stirn. Zwischen Fell- und Augenfarbe gibt es keinen unmittelbaren Zusammenhang. Alle Kombinationen sind erlaubt. Chocolate, lilac sind nicht erlaubt, point (Siamesen) sind noch nicht anerkannt aber im kommen.

Schulterhöhe bis 40 cm
Länge 100 - 120 cm (Nase bis Schwanz)
Gewicht Kater: Ø 6,5 - 9 kg
Kätzin: Ø 5 - 6,5 kg
Erlaubte Farben Schwarzserie B- / Rotserie O- / Verdünnung D- / Silber I- / Piebald-Scheckung S- / epistatisches Weiß W-
Nicht erlaubte Farben Braunserien bb, blbl / Verdünnungsmodifizierer dmdm / Maskenfaktoren cs − ,cbcb
Erlaubte Fellzeichnung gestromt (blotched, classic) / getigert (mackerel) /spotted (getupft) zeichnungsfrei (non-agouti)


Mehr tolle Geschichte (aber auf Englisch):

The Maine Coon: Cat Breed
http://www.fanciers.com/breed-faqs/maine-coon-faq.html

The Cat Fancier’s Association:
http://www.cfa.org/breeds/profiles/articles/maine.html